"Bestellst du dir auch ein Cocktail?"
"Nein, ich sollte nichts trinken. Das ist nicht gut für mich."
"Ach quatsch! Ein Paar kannst du doch trinken!"
Und schon wird mir ein Glas in die Hand gedrückt.
Skeptisch rieche ich daran. Süß. Bitter. Egal.
Ich trinke 1 Schluck, 2, 3, 4.
Ich schaue zum Eingang, neue Gäste kommen, du kommst.
Blicke schnell weg, kein dich einfach nicht ertragen.
Ich versuche dich zu ignorieren ein Lächeln auf zusetzen.
Meine Wut zu unterdrücken und meinen Schmerz zuverstecken.
Ich gehe zu Bar, hole mir noch einen Cocktail.
Setzte mich zu einem Jungen. Will dich eifersüchtig machen, dich verletzen.
Doch das klappt nicht, ich interessiere dich gar nicht.
Stattdessen flirtest du mit einer anderen, lachst und siehst glücklich aus.
Aus Frust und Verzweiflung trinke ich die Cocktails
nun innerhalb von 15 Minuten aus,
fange an zuschwanken.
Langsam wird die Tanzfläche voller, endlich.
Ich will tanzen, ich muss,
damit ich nichts mehr spür, damit ich alles vergesse.
Noch ein Cocktail zum Lockerwerden,
zum Vergessen.
Und rauf gehts auf die Tanzfläche.
Der Alkohol zeigt seine Wirkung,
ich werde glücklich, mutig, zappelig.
Und will tanzen, einfach nur noch tanzen.
Alles um mich herum egal sein!
Alles!
"Shaking her ass from the left to the right
Moving it round just the way that I like"
Ich seh die Lichter ineinander übergehen,
höre die Musik in meinen Ohren,
bewege mich, bleibe nicht stehen.
Tanzen, tanzen, tanzen.
Das macht den Kopf frei.
Mehr Alkohol, immer mehr schießt in mein Blut,
macht mich locker,
blockiert die Gefühle.
Ich sehe die Leute tanzen, sehe ihre Bewegungen.
So leicht, unbeschwert.
Und dan stehst du plötzlich da,
gehst auf die Tanzfläche.
Was soll das?
Willst du mich provozieren?
Alles wieder kaputt machen?
Ich verstehe dich nicht!
Renne aus dem Raum, fange an zu weinen
und setzte mich auf die Treppe.
"Was ist los Kleine?
Kann ich dir helfen?
Bitte wein nicht!"
Er setzt sich neben mich, ich rieche den Alkohol aus seinem Mund.
Er rückt näher und legt den Arm um mich,
ich lass es geschehen.
Dich stört es doch eh nicht, du hast doch schon längst Ersatz.
Er streicht mir durchs Haar, flüstert mir ins Ohr.
Ich bin erschrocken wie betrunken dieser Typ ist.
Und auf einmal liegen seine Lippen auf meinen.
Wir knutschen rum.
Ich bekomm ein schlechtes Gewissen.
Warum?
Nur weil du eine Etage unter uns tanzt,
weil du da mit anderen Mädels rum machst?
Warum bekomm denn ich da ein schlechtes Gewissen?
"Tut mir leid, ich muss auf Toilette!"
Schnell verschwinde ich, schließ dir Tür hinter mir ab,
fange an zu weinen.
Schaue in den Spiegel und finde mich so hässlich.
Die Schminke verläuft, schwarze Streifen ziehen sich über meine Wangen.
Ich wische sie weg, spritze mir Wasser ins Gesicht,
atme tief durch und gehe wieder runter zur Tanzfläche.
Ich bestelle mir noch ein Drink und tu so als wäre nichts,
lache und heuchle.
Unauffällig suche ich nach dem Typen,
er sitzt in einer Ecke, starrt mich an.
Gut so.
Begehrenswert, das will ich sein.
Und ich begebe mich wieder zu der tanzenden Menge.
Höre nur noch auf die Musik, auf den Beat.
Tanze, tanze die ganze Zeit.
Doch du schummelst dich wieder in mein Blickfeld.
Langsam reichts doch mal.
Was soll das du Idiot?
Ich weiß du bist glücklich ohne mich,
halt es mir aber nicht ständig vor die Nase!
Ich drehe mich wütend weg, tanze den Frust weg.
Mein Kopf dröhnt, egal, ich muss mich weiter bewegen, bewegen, bewegen!
Bis du verschwindest.
Bewegen, bewegen, bewegen.
Bis in den Tag hinein.
"Do you know what you started
I just came here to party
But now we’re rockin on the dancefloor
Acting naughty"
I just came here to party
But now we’re rockin on the dancefloor
Acting naughty"






