Dienstag, 24. Januar 2012

dance till your feet bleed and your mind gets free







"Bestellst du dir auch ein Cocktail?"
"Nein, ich sollte nichts trinken. Das ist nicht gut für mich."
"Ach quatsch! Ein Paar kannst du doch trinken!"

Und schon wird mir ein Glas in die Hand gedrückt.
Skeptisch rieche ich daran. Süß. Bitter. Egal.
Ich trinke 1 Schluck, 2, 3, 4.

Ich schaue zum Eingang, neue Gäste kommen, du kommst.
Blicke schnell weg, kein dich einfach nicht ertragen.
Ich versuche dich zu ignorieren ein Lächeln auf zusetzen.
Meine Wut zu unterdrücken und meinen Schmerz zuverstecken.

Ich gehe zu Bar, hole mir noch einen Cocktail.
Setzte mich zu einem Jungen. Will dich eifersüchtig machen, dich verletzen.
Doch das klappt nicht, ich interessiere dich gar nicht.
Stattdessen flirtest du mit einer anderen, lachst und siehst glücklich aus.

Aus Frust und Verzweiflung trinke ich die Cocktails 
nun innerhalb von 15 Minuten aus,
fange an zuschwanken.

Langsam wird die Tanzfläche voller, endlich.
Ich will tanzen, ich muss,
damit ich nichts mehr spür, damit ich alles vergesse.

Noch ein Cocktail zum Lockerwerden,
zum Vergessen.
Und rauf gehts auf die Tanzfläche.

Der Alkohol zeigt seine Wirkung,
ich werde glücklich, mutig, zappelig.
Und will tanzen, einfach nur noch tanzen.
Alles um mich herum egal sein!
Alles!

"Shaking her ass from the left to the right  
Moving it round just the way that I like"


Ich seh die Lichter ineinander übergehen,
höre die Musik in meinen Ohren,
bewege mich, bleibe nicht stehen.
Tanzen, tanzen, tanzen.
Das macht den Kopf frei.

Mehr Alkohol, immer mehr schießt in mein Blut,
macht mich locker,
blockiert die Gefühle.
Ich sehe die Leute tanzen, sehe ihre Bewegungen.
So leicht, unbeschwert.

Und dan stehst du plötzlich da,
gehst auf die Tanzfläche.
Was soll das?
Willst du mich provozieren?
Alles wieder kaputt machen?
Ich verstehe dich nicht!

Renne aus dem Raum, fange an zu weinen
und setzte mich auf die Treppe.

"Was ist los Kleine?
Kann ich dir helfen?
Bitte wein nicht!"

Er setzt sich neben mich, ich rieche den Alkohol aus seinem Mund.
Er rückt näher und legt den Arm um mich,
ich lass es geschehen.
Dich stört es doch eh nicht, du hast doch schon längst Ersatz.
Er streicht mir durchs Haar, flüstert mir ins Ohr.
Ich bin erschrocken wie betrunken dieser Typ ist.
Und auf einmal liegen seine Lippen auf meinen.
Wir knutschen rum.
Ich bekomm ein schlechtes Gewissen.
Warum?
Nur weil du eine Etage unter uns tanzt, 
weil du da mit anderen Mädels rum machst?
Warum bekomm denn ich da ein schlechtes Gewissen?

"Tut mir leid, ich muss auf Toilette!"

Schnell verschwinde ich, schließ dir Tür hinter mir ab,
fange an zu weinen.
Schaue in den Spiegel und finde mich so hässlich.
Die Schminke verläuft, schwarze Streifen ziehen sich über meine Wangen.
Ich wische sie weg, spritze mir Wasser ins Gesicht,
atme tief durch und gehe wieder runter zur Tanzfläche.
Ich bestelle mir noch ein Drink und tu so als wäre nichts,
lache und heuchle.
Unauffällig suche ich nach dem Typen,
er sitzt in einer Ecke, starrt mich an.
Gut so.
Begehrenswert, das will ich sein.

Und ich begebe mich wieder zu der tanzenden Menge.
Höre nur noch auf die Musik, auf den Beat.
Tanze, tanze die ganze Zeit.
Doch du schummelst dich wieder in mein Blickfeld.
Langsam reichts doch mal.
Was soll das du Idiot?
Ich weiß du bist glücklich ohne mich,
halt es mir aber nicht ständig vor die Nase!

Ich drehe mich wütend weg, tanze den Frust weg.
Mein Kopf dröhnt, egal, ich muss mich weiter bewegen, bewegen, bewegen!
Bis du verschwindest.
Bewegen, bewegen, bewegen.
Bis in den Tag hinein.


"Do you know what you started
I just came here to party
But now we’re rockin on the dancefloor
Acting naughty"


Sonntag, 22. Januar 2012

riesiges Dankeeeee (:



Als ich im Sommer 2010 angefangen habe
diesen Blog zuführen
und regelmäßig ein Post geschrieben habe,
hätte ich niemals gedacht dass
ich jemals 16 Leser bekommen würde !

Ein riesiges DANKE an jeden Einzelnen von euch!


Ihr seid großartig (:




PS wenn es Verbesserungsvorschläge gibt,
immer her damit (:


Dienstag, 17. Januar 2012

irgendwo wieder ganz weit am Anfang





"Ich kann dich auf den Weg begleiten und für dich da sein,
nur kann ich nicht die Lösung des Problems sein!"


Und warum nicht?
Gerade jetzt wo es so gut lief,
wo wir uns so gut verstanden haben,
musst du so etwas sagen,
musst mich derartig verletzten.

Ich hab dir vertraut, mich bei dir wohlgefühlt.


Warum kannst du nicht die Lösung sein?
Warum kannst du mich nicht glücklich und zufrieden machen,
mir nicht meine Lebensfreude und mein Mut wieder geben?


Am liebsten hätte ich dir diese Fragen ins Gesicht geschrien,
dich angemeckert was das soll,
doch eigentlich kannte ich die Antwort selber:

Du bist und bleibst immer nur ein guter Freund,
nicht mehr und wahrscheinlich auch nicht weniger!


Doch wirft mich leider diese Erkenntnis
wieder ganz an den Anfang.
Muss wieder Vertrauen, Mut gewinnen.
Warum?
Wahrscheinlich hab ich mir zu viel erhofft,
etwas falsches erwartet,
zu viel gewollt.

Ich hab mich zu schnell zu viel dir gegenüber geöffnet,
hab geglaubt, so wie wir uns verstehen, wäre es etwas besonderes.
Hab gedacht, du könnest es werden, der Richtige, vielleicht.

Doch irgendwie wusste ich, dass da nichts weiter ist,
weder bei dir noch bei mir
und das mag bestimmt auch seinen Grund haben!


Vielleicht ist es sogar gut so, vielleicht.




Sonntag, 15. Januar 2012

he's the one that saved me



Mein Puls rast, Tränen steigen mir in die Augen, ich fange an zu zittern.
Habe Angst die Tür zu öffnen, dich wiederzusehen, deine Stimme zu hören.
Ich kehre um, laufe den Flur entlang, auf und ab.
Bleibe erneut vor der Tür stehen. Atme tief durch. Drücke die Klinke runter, betrete den Raum.
Lächeln kurz und suche mir ein Sessel in der Ecke, setz mich und warte.
Unerwartet rollen Tränen meine Wange hinab, tropfen auf das Kissen.
Ich vermeide dein Blick, starre zur Tür. Ich will gehen, weg rennen, weg von dir.
Suche Halt, suche seinen Blick. Sein Lächeln gibt mir Mut, Kraft.
Ein stummes Hallo von uns beiden genügt, ich werd ruhiger, gelassener.

Es geht nach oben in den Saal, die Musik ertönt.
Alles gelangt wieder in meine Gedanken: der Schmerz, die Verzweiflung und Trauer, der Hass!
Ich schaffe es nicht, gehe aus dem Saal ins Bad, weine.
Blicke in den Spiegel und sehe die zerlaufene Schminke. Atme tief ein und aus.
Und gehe wieder zu euch, bekämpfe meine Angst, meine Tränen.
Fange an zu singen und fühle mich frei.

Die Musik verliert sich im Raum, verklingt allmählich. Und ich stehe hilflos da.
Suche erneut seinen Blick, würde ihn am liebsten umarmen, festhalten.
Doch ich setze mich nur hin, warte. 
Du kommst zu mir, sagst Hallo und alles reißt auf, alte, neue Wunden.
Er hat es gespürt, kommt zu mir, unterstützt mich, redet mit mir.
Und ich fühle mich so wohl, geborgen und verstanden.




Doch ich brauch noch mehr Halt und Unterstützung.
Und so ziehen wir raus in die Nacht allein, zu zweit.
Entscheiden uns für eine Bar, setzten uns ans Ende vom Lokal,
so können wir ungestört reden.
Wir bestellen Essen und einige Cocktails, fangen an zu reden.
Und mit einem Mal vergese ich alles, den Schmerz, die Verzweiflung, 
die bösen Gedanken und die ganze Welt.
Wir reden und lachen, haben einfach nur Spaß.
Und manchmal schaust du mich an, schmunzelst 
und dabei leuchten deine Augen.
Schon lange habe ich mich nicht mehr so wohlgefühlt.

Menschen kommen ins Lokal, gehen, kommen und gehen,
doch wir bleiben, bis tief in die Nacht, bis alles gesagt ist.
Ziehen uns an, brechen auf, nach Hause soll es gehen.
Doch nach Hause komm ich nicht, denn nichts fährt mehr zu mir,
keine S-Bahn, kein Zug.
Und so fahren wir zu dir, schlafen fast im Wagon ein.

Bei dir angekommen bezieh ich das Bett, leg mich schlafen
und mir wird klar, dass du es bist,
der mir gut tut, der mich versteht, mit dem ich unbeschwert reden kann.
Und du mich schon des öfteren vom Abgrund weggeholt hast!
Dann wenn keiner mehr da war,
wenn alles ausweglos schien, kamst du!



Donnerstag, 12. Januar 2012

Lügen, Lügen, Lügen und noch mehr Lügen


"Aber essen tust du schon noch was ja?"

mit besorgter Stimme und ungläubigen Blick starrst du mich an,
ich nicke langsam und lächel zaghaft

"Ja natürlich! Magersüchtig werd ich schon nicht!"


immer noch nicht ganz überzeugt, siehst du mich an

"Wenn du Hilfe brauchst sag es!"

"Nein warum? Mir geht es gut, mach dir keine Sorgen."



Doch die eigentliche Wahrheit ist
mir geht es nicht gut
und wahrscheinlich ess ich auch zu wenig.
Ganz bestimmt sogar.
Ich vermeide es mehr als 2 Mahlzeiten zu mir zunehmen,
viel fettiges und ungesundes zu essen.
Vielleicht sollte ich es vermeiden
gar überhaupt was zu essen.
Ich will nie wieder so sein wie früher,
niemals wieder so aussehen.

Man sollte meinen über 35 kg abzunehmen ist echt eine Menge,
aber mir reicht das nicht.
Noch lange nicht!
Ich will dünn sein
einfach endlich nur dünn und schön.

Wahrscheinlich werde ich erst zufrieden sein
wenn ich nicht mehr im Schatten der Ex stehe,
wenn ich hübscher bin als die ganzen Mädels,
wenn sich meine Oberschenkel nicht mehr berühren,
wenn ich im Sommer umbeschwert an den Strand kann,
wenn ein Junge mal sagt : "Du bist schön!" und es ernst meint,
ja erst dann werde ich zufrieden sein.










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"Dir scheint es wieder besser zu gehen!"

"Ja stimmt, ich bin langsam über den Berg."


Doch die Wahrheit ist
dass ich wieder an einem Tiefpunkt angelangt bin,
wo mir wieder alles zu viel wird,
jede Situation mich überfordert 
und ich am liebsten wegrennen würde.
Weit weg, von allem und jeden.








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"Du bist der ehrlichste Mensch den ich kenne."


Nein das bin ich nicht,
ich lüge und lüge und lüge.
Ständig!
Jeden Tag,
jede Stunde,
jede Minute!

Ich lüge, damit es nicht auffällt,
damit man mich in Ruhe lässt,
damit ich den Schmerz nicht ertragen muss.
Damit du nicht nachfragst,
damit du glaubst alles wäre ok.

Ich lüge weil es einfach ist.
Es ist einfacher zu lügen,
als wenn ich mich dem Schmerz 
und der Verzweiflung stellen würde.




Sonntag, 8. Januar 2012

be better . . .




Die erste Woche vom neuen Jahr ist gemeistert.
Und sie war schön, traurig, erbärmlich, anstrengend,
überraschend und gut zugleich.
Nie hätte ich mir so ein emotionalen 
und verwirrenden Anfang für 2012 vorstellen können.
Es ging auf und ab.
Aber eher ab als auf.

Ich hing relativ lange fest auf der Achterbahn
der Gefühle.
Konnte nicht absteigen.
Hatte nichts mehr unter Kontrolle.
Doch bewusst NEIN sagen hilft.
Er hilft.


and I'm begging each day:
2012 please be good to me !