Samstag, 29. September 2012

thinking of old times when it`s rainy outside




Der Blick durch das Fenster
 hinauf in den wolkenbedeckten Himmel,
 hinab zu der naßen, trüben Straße,
 bis hin zu den wenigen Menschen.
 Der verzweifelte Versuch etwas zu finden,
 was mir ähnelt,
 was den kleinsten Hauch 
 von Verbundenheit aufweist,
 schlägt fehl.
Ich suche die Wärme, 
 die Hände, die Augen von früher,
 das Gefühl geborgen und ich selbst sein zukönnen.
Das alles ist verschwunden, weg,
so wie die Sonne an diesem Regentag.



Sonntag, 2. September 2012



"Vielleicht ist es die Wahrheit, 
dass wir verloren gehen, 
um gefunden zu werden. 
Dass wir wegrennen, 
um zu sehen, wer uns folgt. 
Dass wir unser Herz brechen lassen, 
um den zu finden, 
der sich genug darum kümmert, 
damit es wieder heilt."

Quelle: http://wennnurdieerinnerungbleibt.tumblr.com/



Samstag, 1. September 2012

false darkness





Von den kahlen, schwarzen Wänden hallen
die längst vergessen Stimmen der düsteren Vergangenheit.
Sie wispern und wimmern,
trauern und meckern.
Dringen leise, kaum merkbar
an mein Ohr.
Säuseln Lügen über Lügen,
die ich anfange zu glauben.
Sie krächzen, wie gefrässige schwarze Raben
und breiten sich wie eine klebrige, zähe Masse aus.
Und wie ein kleines Opfer verfange ich mich darin.
Komm nicht mehr los.

Die Stimmen und Bilder berauschen mich,
überschwemmen meine Sinne
und nehmen mir den Atem.
Sie sind so klar und rein wie ein weißes Tuch.
Sie hüllen mich ein.
Umschmeicheln mich nun mit schönen Worten.
 Nehmen mich vollkommen ein
und führen mich in eine Welt,
der ich allein nicht entkommen kann.