Mittwoch, 27. Oktober 2010

Liebe? Freundschaft? irgendwas dazwischen!


Eine Umarmung. Ein Kuss. Zum Abschied.
Eigentlich wie immer.
Eigentlich nichts beunruhigendes.
Eigentlich.

Diesmal liegen unsere Lippen zu lange aufeinander.
Viel zu lang.
Es ist anders als sonst.
Das spür selbst ich.
Es fühlt sich gut an.
Sehr gut.
Ich will dich nicht loslassen.
Will dich nicht dass du gehst.

Du siehst mich an und flüsterst:
Ich liebe dich

Deine Stimme ist klar.
Klingt entschlossen und ehrlich.
Und lässt alles zerspringen.



Seit Tagen.Wochen. Monaten haben wir nicht geredet.
Wir wollten es auch gar nicht.
Wir wollten alles vergessen.
Es sollte so sein wie vorher.
So unbeschwert wie immer.

In unseren Blicken sieht man keine Wärme mehr.
Keine Freundschaft.
Du hast es kaputt gemacht. Alles was wir hatten.
Vertrauen. Freundschaft. Alles.
Du wolltest mehr.
Du hattest Verlangen.

Warum hast du das getan?
Warum hast du es nicht so gelassen wie es war?
So einfach. Unbeschwert. Schön.

Wir waren Freunde. Gute Freunde. Beste Freundinnen.
Doch was waren wir jetzt?
Wir waren nichts mehr. Nichts.
Oder doch?


Jeden Tag versuche ich zu verstehen was passiert ist.
Aus uns. Unserer Freundschaft. Unseren Gefühlen.
Wie konnte es so weit kommen?
Wie kann ich es ändern?

Ich will dich ansehen ohne das es etwas bedeutet.
Ich will dich umarmen. Deine Nähe spüren. Durch deine Haare fahren.
Ohne etwas in dir auszulösen.
Ohne zu wissen wie sehr es dir weh tut.

So wie damals.
So einfach. Unbeschwert. Schön.


 

Sonntag, 24. Oktober 2010

Gedankenfetzen



zu schwer zum fliegen

zu leicht zum sinken

unsichtbar

greifbar

schwerelos

frei

Montag, 18. Oktober 2010

er steht da und starrt mich an
mit seinen unglaublichen Augen
ich frag mich, was er sieht
seine Augen graben immer weiter
langsam tut es weh
doch er wendet den Blick nicht ab
ich frag mich, was er sucht
plötzlich ist sein Gesicht verzerrt
verzerrt vor Angst und Betroffenheit
schon fast vor Mitgefühl
jetzt sieht er weg
man sieht Scham in seinem Gesicht
und ich frag mich, hat er es gefunden?

written by Wiebke Eckert

Sonntag, 17. Oktober 2010





ich liege im Bett
gedankenverloren starre ich an die Decke
ich sehe nichts als Dunkelheit
eine schwarze Wand

ich schließe meine Augen
lausche dem Rascheln der Blätter
und das Knacken der Äste
der Regen prasselt gegen mein Fenster

seit Stunden liege ich in der Dunkelheit
denke nach
stumm
allein

doch es fühlt sich gut an
das Bett gibt mir Halt
die Dunkelheit gibt mir Sicherheit
und die Tränen geben mir Kraft






Samstag, 16. Oktober 2010

es ist fast so als...



 

ich laufe den Strand entlang
setzte meine Abdrücke in den Sand
ich atme durch und schmecke das Meer
und fühle mich geborgen

ich laufe weiter
sprüre den Wind in meinen Haaren
sehe die Sonne untergehen
fühle mich geborgen
und will nicht mehr gehen

ich laufe immer weiter
langsam erkenne ich meine Spuren
fang an zu lachen
und genieße den Moment
fühle mich geborgen
und will für immer bleiben

jetzt fang ich an zu rennen
breite meine Arme aus
wie ein Vogel seine Flügel
und fühl mich frei

am Ende dreh ich mich um
und muss erkennen
dass es meine Abdrücke nicht mehr gibt
das Meer hat mit jeder Welle
die Spuren verwischt

es ist fast so
als hätte es sie nicht gegeben

die Spuren sind nun weg
keiner hat sie gesehen
keiner weiß dass ich hier war

es ist fast so
als hätte es mich nie gegeben

Aus. Ende? Schluss!



es ist vorbei
doch es fühlt sich nicht gut an
es fühlt sich falsch an
und doch irgendwie richtig

es musste sein
ich konnte nicht mehr
was hätt ich denn davon gehabt
mich noch weiter zu quälen?
was würde mir der ganze Schmerz bringen?

natürlich ist es am Anfang schwer loszulassen
das weiß ich
doch ich will nicht länger an dich gebunden sein
ich will durchatmen
ich will lachen
ich will das Leben leben

manchmal ist ein Schlussstrich eben das
was einem hilft um mit etwas abzuschließen
und sich etwas neuem hinzugeben

scream.



heute sollte der Tag sein
der Tag an dem ich mit dir abschließe
mit dir und all dem Schmerz der letzten Monate


ich war entschlossen und selbstsicher
war bereit um lebewohl zusagen


doch als ich sie gelesen habe
die Zeilen deiner Geschichte
die Geschichte die so viel erzählt
war ich nicht stark genug

ich fiel zu Boden
fing an zu weinen
und schrie vor Schmerz

ich schrie so laut ich konnte
so laut damit du es hören konntest
den Schmerz
die Verzweiflung


Montag, 4. Oktober 2010

P o e t r y R a i n




gespannt starren sie in den Himmel
sie warten auf den Regen
den Gedichteregen


keiner weiß was kommt
keiner weiß was passiert


wie alle anderen
starre ich den Himmel
und warte


ich dreh mich zu dir um
du lächelst
ehrlich und glücklich


wir kennen uns nicht
haben uns noch nie gesehen
trotzdem stehen wir hier


starren in den Himmel
und warten auf den Regen


der Gong ertönt
die Scheinwerfer gehen an
der Helikopter steht über uns


gleich fängt es an
gleich beginnt es


unsicher schauen wir uns an
wie im Wahn
reißen wir unsere Hände hoch


warum tun wir das?
Spaß?
was bringt es uns?
Spaß?


egal warum
egal wozu
wir taten es einfach


die kleinen Zettel flatterten vom Himmel
sie kamen auf uns zu
näher, immer näher


wir hüpften
wir sprangen
wir griffen
wir bekamen


unsere Augen funkelten
den Zettel fest umklammert
ein Moment voll Glück


hier und jetzt
in der großen Menge
waren wir Eins


wo man hinsah
fröhliche Gesichter
herzliche Umarmungen


ein Ereignis
das verbindet


ein Ereignis
das uns verbindet

                                                

Sonntag, 3. Oktober 2010

jetzt
genau jetzt
wird mir wieder alles zu viel

die Fragen
die Antworten
die Verzweiflung
es nervt

die Stimmen
die Gesichter
die Menschen
alles wird zu viel
alles wird zu laut

ich will sie nicht mehr hören
ich will sie nicht mehr sehen
sie sollen mich nur in Ruhe lassen

ein Moment der Ruhe
ein Moment zum durchatmen
ein Moment um das Leben zu leben

ist das zu viel verlangt?

Samstag, 2. Oktober 2010

Freitag, 1. Oktober 2010

anders. einmalig.

Wer hätte vor einem Monat gedacht,
dass ich mit einem heißem Kakao hier sitzen würde?
Hier! Neben euch!

wir saßen da
schwiegen eine Weile
sahen uns an
und ehren die Stille

nun saßen wir hier
Wir! 3 die unterschiedlicher nicht sein könnten!

ich:
unsicher, selbstkritisch, einfach erbärmlich

rechts:
scheinbares oberflächliches Blondchen

gegenüber:
scheinbare Alleswisserin

Was hat uns hierher verschlagen?
Hier! In dem kleinen Café?
Zufall?
Schicksal!

Was wollte ich hier?
Bei euch!
Geschichten hören...
Erfahrungen teilen...

das Blondchen redete
schweigend nippte ich an meinem Kakao
wärmte meine Hände
hörte ihrer Stimme zu
ihren Geschichten

ich musste grinsen
fing an zu lachen
Wer hätte das gedacht?
hinter der Maske steckte ein Mensch...
In ihr drin steckte ein Mensch!
In uns!

es tat gut hier zu sitzen
Hier! Zu dritt!

wir lachten
wir redeten
wir teilten

die Geschichten wurden länger
der Kakao kälter
die Zeit verging

doch es störte uns nicht
es störte uns einfach nicht

die Wangen glühten
die Augen leuchteten

wir waren anders
unterschiedlich
komplett verschieden
trotzdem verband uns etwas

der Tag
der Moment
einzigartig

niemand von uns hätte das je gedacht
zu viel ist passiert
zu viel ist kaputt gegangen

doch nun saßen wir hier
Wir! 3! Gemeinsam!

nun schien alles gesagt
alles getan
Becher leer
Kopf leer

wir sagten Tschüss. Auf Wiedersehen.
wussten morgen gab es uns 3 nicht mehr
der Tag war einmalig
einzigartig
wunderbar