Eine Umarmung. Ein Kuss. Zum Abschied.
Eigentlich wie immer.
Eigentlich nichts beunruhigendes.
Eigentlich.
Diesmal liegen unsere Lippen zu lange aufeinander.
Viel zu lang.
Es ist anders als sonst.
Das spür selbst ich.
Es fühlt sich gut an.
Sehr gut.
Ich will dich nicht loslassen.
Will dich nicht dass du gehst.
Du siehst mich an und flüsterst:
Ich liebe dich
Deine Stimme ist klar.
Klingt entschlossen und ehrlich.
Und lässt alles zerspringen.
Seit Tagen.Wochen. Monaten haben wir nicht geredet.
Wir wollten es auch gar nicht.
Wir wollten alles vergessen.
Es sollte so sein wie vorher.
So unbeschwert wie immer.
In unseren Blicken sieht man keine Wärme mehr.
Keine Freundschaft.
Du hast es kaputt gemacht. Alles was wir hatten.
Vertrauen. Freundschaft. Alles.
Du wolltest mehr.
Du hattest Verlangen.
Warum hast du das getan?
Warum hast du es nicht so gelassen wie es war?
So einfach. Unbeschwert. Schön.
Wir waren Freunde. Gute Freunde. Beste Freundinnen.
Doch was waren wir jetzt?
Wir waren nichts mehr. Nichts.
Oder doch?
Jeden Tag versuche ich zu verstehen was passiert ist.
Aus uns. Unserer Freundschaft. Unseren Gefühlen.
Wie konnte es so weit kommen?
Wie kann ich es ändern?
Ich will dich ansehen ohne das es etwas bedeutet.
Ich will dich umarmen. Deine Nähe spüren. Durch deine Haare fahren.
Ohne etwas in dir auszulösen.
Ohne zu wissen wie sehr es dir weh tut.
So wie damals.
So einfach. Unbeschwert. Schön.

