Montag, 3. Dezember 2012

ja und nein? ist das Nein am ja oder das Ja am nein schuld.



Die ganze Zeit war ich damit beschäftigt
den Sternen hinter zu jagen.
Dabei hab ich nicht bemerkt,
wie er sich leise eingeschlichen hat.
Lieb, leise, auf Samtpfoten.
Wie er ein Spalt zwischen der Mauer gefunden hat,
durchgeschlüpft ist
und ungeachtet Lügen verstreuen konnte.
Ich bin ihm und seinen Verlockungen in die Falle getappt.
Habe mich bereden und einhüllen lassen 
von der falschen Wahrheit.
Er hat das Richtige falsch werden lassen.
Nun bin ich ihm gnadenlos ausgeliefert.
Kann mich aus seinen starken Armen nicht befreien.
Der Kampf raubt mir all meine Kraft,
kann kaum atmen.
Mit letztem Mut und mit ein wenig Hoffnung
auf Hilfe schreie ich.
Schreie bis meine Lungen schmerzen.
Bis ich einsehe dass ich im weit unterlegen bin.
Nichts kann ich tun.
Süß lächelt er mich mit seinem Honigmund an,
teuflisch klingt sein lachen,
fast so wie er selbst.
Mit seinen Klauen streicht er mir nachts
im Schlaf über die Wange.
Verhindert schöne Träume,
meine Möglichkeit in eine bessere Welt zu fliehen.
Er flüstert mir grausige Kreaturen ins Ohr
bis alles um mich herum trostlos und grau wird.
Nichts habe ich mehr.
Nur seine trügerischen Lügen
denen ich gefolgt bin.



 

Montag, 19. November 2012

still, alles still als wär die Welt tot







Weder dich, noch unsere Zeit.
Ein bisschen von dir hängt immer noch fest in meinem Kopf.
Wie ein weißgrauer Schleier versperrt er mir
die Sicht.
Immer wieder denk ich an das tränenvermooderte
und depressionengetränkte Loch,
in dem du mich zurück gelassen hast.
Die Trauer mit der ich jede Nacht eingeschlafen
und jeden Morgen aufgewacht bin.
Ich spür das jeden Tag,
wenn auch nur unterschwellig.
Jeden Tag aufs neue erhoffe ich mir etwas von dir.
Sei es eine ganz besondere Bindung,
die uns ausmachen soll
oder gar eine neue Chance.
Meist ist es aber die Hoffnung auf eine Nachricht,
auf ein kleines Zeichen deiner Aufmerksamkeit,
nur für mich.
Aber da ist nichts, da kommt nichts,
alles bleibt ruhig und still.
Mein Kopf voll,
meine Augen trüb
und mein Herz unentschlossen.
Suchend und fragend lässt du mich zurück.




Dienstag, 2. Oktober 2012

it was more than just a christening; it was about getting a new life






Langsam tappse ich in das lauwarme Wasser. Es umspielt sanft meine Beine. Ein Lächeln huscht über meine Lippen. Die Sorgen und die Aufregung verschwinden. Nun stehe ich mit den halben Körper im Becken. Kameras werden gezückt und der Spruch laut ausgesprochen. Dann tauche ich unter. Komplett. Panik steigt in mir auf. Ich reiße die Augen auf. Sehe das Wasser über mir. Etwas legt sich schwer auf meine Brust. Ich wurde begraben in einem Becken aus Wasser. Bin begraben und gestorben. Doch nun tauche ich wieder auf. Schreie und hole tief Luft. Glück durchdringt meinen zitternden Körper. Ich bin auferstanden. Auferstanden aus den Tiefen. So wie er damals. Nun hält mich nichts davon ab seinen Weg zu gehen. Ihm nachzufolgen. Ich habe diese Entscheidung getroffen und bin diesen ersten Schritt gegangen. Vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt.


Samstag, 29. September 2012

thinking of old times when it`s rainy outside




Der Blick durch das Fenster
 hinauf in den wolkenbedeckten Himmel,
 hinab zu der naßen, trüben Straße,
 bis hin zu den wenigen Menschen.
 Der verzweifelte Versuch etwas zu finden,
 was mir ähnelt,
 was den kleinsten Hauch 
 von Verbundenheit aufweist,
 schlägt fehl.
Ich suche die Wärme, 
 die Hände, die Augen von früher,
 das Gefühl geborgen und ich selbst sein zukönnen.
Das alles ist verschwunden, weg,
so wie die Sonne an diesem Regentag.



Sonntag, 2. September 2012



"Vielleicht ist es die Wahrheit, 
dass wir verloren gehen, 
um gefunden zu werden. 
Dass wir wegrennen, 
um zu sehen, wer uns folgt. 
Dass wir unser Herz brechen lassen, 
um den zu finden, 
der sich genug darum kümmert, 
damit es wieder heilt."

Quelle: http://wennnurdieerinnerungbleibt.tumblr.com/



Samstag, 1. September 2012

false darkness





Von den kahlen, schwarzen Wänden hallen
die längst vergessen Stimmen der düsteren Vergangenheit.
Sie wispern und wimmern,
trauern und meckern.
Dringen leise, kaum merkbar
an mein Ohr.
Säuseln Lügen über Lügen,
die ich anfange zu glauben.
Sie krächzen, wie gefrässige schwarze Raben
und breiten sich wie eine klebrige, zähe Masse aus.
Und wie ein kleines Opfer verfange ich mich darin.
Komm nicht mehr los.

Die Stimmen und Bilder berauschen mich,
überschwemmen meine Sinne
und nehmen mir den Atem.
Sie sind so klar und rein wie ein weißes Tuch.
Sie hüllen mich ein.
Umschmeicheln mich nun mit schönen Worten.
 Nehmen mich vollkommen ein
und führen mich in eine Welt,
der ich allein nicht entkommen kann.







Sonntag, 29. Juli 2012

unexpected



Das Handy vibriert, das Display leuchtet auf.
Eine Nachricht von dir.
Unverhofft, wie eine Faust ins Gesicht.
Tränen steigen mir in die Augen.
Ich fange an zuschreien.
Will den Schmerz von früher
nicht wieder an mich ranlassen.
Möchte am liebsten gar nichts mehr spüren.

Ich möchte dir nur ein mal sagen,
wie ist, wie es war, wie es hätte sein können.
Will dir meine Gedanken offenbaren.
Möchte dir sagen, wie weh du mir immer noch tust,
dass ich oft noch an dich denke.

Will um Verständnis und Vergebung bitten.













Sonntag, 10. Juni 2012

started something new





Ich wache auf. Nein nicht neben dir. Neben ihn. 
Seine Augen strahlen mich an. Sagen "Guten Morgen, gut geschlafen?"
Stumm antworte ich ihm und drücke ihm sanft einen kleinen Kuss auf die Wange.

Ich frühstücke. Nein nicht bei dir. Bei ihm.
Mit seinen Eltern. Beschmieren frische Brötchen. 
Wir lachen reden. Haben Spaß.

Ich laufe einen Weg lang. Halte eine Hand. Nein nicht deine. Seine.
Drücke sie ganz fest. Ja nur um sicher zu sein,
dass sie nicht los lässt.

Ich lege mich ins Bett. Nicht neben dir. Neben ihm.
Er deckte mich zu. Küsst mich auf die Stirn. Lächelt.
Und legt sich zu mir.
Er streicht mir über's Haar.
Ich schlafe ein.


Ich wache auf. 

Nein nicht neben dir.

Neben ihn.



Und jedes Mal, wenn ich ihn sehe, 
jeden Tag den er mit mir teilt, jeden Moment den er mir schenkt,
bin ich froh ihn zu haben.
Glücklich über das was ihn und mich verbindet.
Egal wie lange es gedauert hat,
um so etwas zu genießen.

Ich freu mich über jedes Lachen von ihm,
wo ich auch wirklich ihn drin sehe und nicht mehr dich.
Ihn einfach zu schätzen und zu ehren
für wer er ist.
Mit all seinen Fehlern und Macken.


Mit all meiner Liebe.




Mittwoch, 16. Mai 2012

moment of joy





Die wenigen Sonnenstrahlen
kitzeln sanft auf meiner Haut,
der Wind streicht sacht durch mein Haar.
Ich sehe, wie sich die Blätter raschelnd hin und her bewegen,
wie das Gras unter meinen Füßen leuchtet. 
Langsam atme ich die frische Luft ein,
mein Körper füllt sich mit Kraft,
mein Geist mit neuem Lebensmut.
Still rollt eine Träne über meine Wange,
vorbei an meine lächelnden Lippen.
Ich bin glücklich,
so wie alles ist.

Für einen kleinen Moment.



Sonntag, 22. April 2012

der Moment wenn die Zeit stehen bleibt und du mich still im Arm hälst



Ich hätte es mir nicht träumen lassen,
wie schön dieses Gefühl ist.
Dieses Gefühl des Vertrauens und der unendlichen Geborgenheit.
Dieses Gefühl, wenn man glaubt
vor Freude und Glück platzen zu müssen.
 
Nein ich hätte es mir nicht vorstellen können,
weder vor 6 Monaten noch vor eingen Wochen.
Ich war der Meinung nie wieder so etwas empfinden zukönnen.
Immer in diesem schwarzen und bodenlosen Loch festzustecken.
Nie wieder rauszukommen,
nie wieder fähig zusein die Sonne erblicken zukönnen.

Doch dann kommt das Leben um die Ecke,
winkt, grüßt und macht was es geplant hat.
Gibt uns die Leute, die uns vom Boden hochholen,
uns beim Aufstehen und wenn nötig beim Hinfallen helfen.
Die Menschen, die wir brauchen um glücklich zusein.

Manchmal ist das nur von kurzer Dauer.
Manchmal verweilen sie jedoch länger an unserer Seite,
begleiten uns ein Stück
und gehen dann vielleicht,
wenn es Zeit wird,
 wieder ihre eigenen Wege.

Doch daran mag ich im Moment nicht denken.
Mein Verlangen ist es
einfach nur den Augenblick auszukosten und zugenießen.
Jedes einzelne Strahlen dessen, was ich schon so lange vermisst habe.
 
 
J <3







Mittwoch, 21. März 2012

just a little bit






"Ich weiß, er war deine erste große Liebe
und du hast ihn aus vollem Herzen geliebt,
so dass die Zeit danach schwer für dich war
aber bitte höre nicht auf zu lieben ok?"

"Ich kann aber nicht.
Ich glaube nicht, dass ich jemals wieder 
jemanden so lieben kann wie ihn."

"Dann lass mich dich wenigstens lieben,
nur ein kleines bisschen!"


Donnerstag, 8. März 2012

but I can't




" Manchmal muss man lernen das zu lieben, 
was einem gut tut "






Aber ich kann es nicht.
Ich habe viel zu viel Angst.
Angst mich neu an jemanden zu binden,
jemanden wieder neu zu vertrauen,
zu glauben.

Ich hab Angst mich neu auf jemanden einzulassen
und wieder die Gefahr einzugehen
verletzt zuwerden.
Wieder enttäuscht zuwerden.
Oder einfach mal denjenigen zu enttäuschen
oder gar zu verletzten.



Trotzdem tut es so gut bei ihm zusein,
einfach nur auf dem Bett liegen, rumalbern
und das Leben mit einem Lächeln genießen.

Er lässt mich vergessen was war
und füllt das riesige Loch wieder mit Hoffnung.
Aber ein stückweit auch mit Zweifel.
 


Damn!



Montag, 5. März 2012

for you I'm just a sexual object



Die Straßenlaternen leuchten grell.
Die Straßen sind leer.
Und wir stehen einfach da.
Reglos. Gegenüber.
Du lächelst.
Ziehst mein Gesicht an deins.
Presst deine Lippen auf meinen.
Legst deine Arme um mich,
gleitest langsam unter meine Jacke, unter mein Kleid.

Ich weiche dir aus.
Entziehe mich deinem Griff.
Gehe in den Hausflur.
Doch du lächelst nur,
presst mich wieder an dir.
Der Alkoholgeruch steigt mir in die Nase
und ich hoffe dass es schnell vorbei geht.

Du schiebst deine Hände nun noch weiter unter mein Kleid,
mit viel mehr Entschlossenheit.
Ich weiß dass ich keine Chance hab,
dass ich es die gewähren muss.
Ich krümme mich.
Ekel mich, vor mir selbst.

Du stöhnst leise und lustvoll.
Und ich schreie, schreie so laut. Innerlich.

 Später streichst du mir sanft über die Wangen,
lächelst und lässt mich sitzen.
Beschmutzt und beschämt.






Du versicherst mir eindringlich
du würdest dich gleich am nächsten Tag melden,
wir würden uns wiedersehen.
Drehst dich um und gehst.

Sonntag, 4. März 2012

Mr Nice Guy






 
" I think          
the more darkly the secrets are which a person has,            
the more interesting he becomes. "  
       



Dienstag, 28. Februar 2012

so wie der Abend geplant war und trotzdem nicht verlaufen sollte





Wir laufen durch den strömenden Regen.
Meine nassen Haare klatschen mir immer wieder ins Gesicht.
Meine Schminke zerläuft.

"Ah, guck doch mal wie ich aussehe!
So kann ich doch nicht zu der Party!"
"Doch du bist wunderschön!"

Sanft streichst du mir eine Strähne aus dem Gesicht
und lächelst mich an.
Ich habe das Gefühl, dass ich erröte.

Schnell schlüpfen wir ins Warme,
stellst mich deinen Freunden vor,
drückst mir ein Glas in die Hand
und wir setzen uns auf die Couch.

Nach und nach gesellen sich andere Leute zu uns.
Zusammen lachen und reden wir.
Genießen einfach den Abend.

Ab und zu nippe ich an meinem Glas.
Vorsichtig, ganz vorsichtig.
Ich weiß dass zu viel nicht gut sein kann.
Den ganzen Abend versauen könnte.

"Hey, da hat er sich aber ein echt 
schickes Mädchen geangelt!"
Ein Junge sitzt plötzlich neben mir,
grinst mich an.
"Ich weiß leider nicht wovon du redest.
Tut mir leid!"
"Ach komm schon, man sieht doch 
dass da zwischen dir und ihm was geht."
Und schon wieder lächelt er.
"Nein, da läuft nichts zwischen uns!"
"Echt nicht? Oh ich dachte.
Ihr seht so süß zusammen aus."

In dem Moment als er das sagt,
bekomme ich ein komisches Gefühl.
Mir wird schlecht.
Und ich greife zum Glas.
Nehme ein großen Schluck.

Ich blicke mich im Raum um.
 Sehe die anderen lachen und essen.
Mir ist nicht nach essen zu Mute, nicht nach lachen.
Ich sehe zu Seite.
Ein anderer Junge lächelt mich an,
rückt ein Stück zu mir
und fragt:
"Hey wie gehts dir? Wo steckt denn dein Freund?"
Ich verdrehe die Augen.
"Er ist nicht mein Freund.
Wir verstehen uns nur einfach gut!"
Und dabei nehme ich erneut einen 
großen Schluck vom bitteren Alkohol .
"Ach dann bist du Single?"
"Ja scheint wohl so.
Ist ja auch nicht soderlich verwunderlich oder?"
Er lächelt, rückt noch ein Stück näher.
"Doch mich wundert es schon.
Du bist ein echt süßes und sehr hübsches Mädchen.
Ich würd dich zum Beispiel gern als Freundin
haben wollen."

Also das wird mir zu viel.
Ich trinke den Rest aus dem Glas in einem Zug aus,
gehe zur Bar, bestelle mir den nächsten Drink
und schaffe auch dieses Glas mit einem Zug.
Zurück auf der Couch setzte ich mich hin,
mir wird langsam schwindelig.
Eine Freundin kommt zu mir.
"Na amüsierst du dich gut?"
"Ja geht."
"Komm ich munter dich auf!"
Sie zieht mich zur Bar,
gemeinsam kippen wir einige Shots.



Nach dem 5 oder 6 hören wir auf.
Ich muss auf Toilette
und schwankend gehe ich ins Badezimmer.
Stoße die Tür auf, halte mich kurz am Waschbecken fest.
Dann gehe ich auf Klo.

Als ich zurück ins Zimmer gehe,
mich wieder auf die Couch setzte,
kommt ein Mädchen zu mir.
"Du scheinst echt ein krasser Männerschwarm zu sein oder?!"
"Nein, bin ich nicht!
Warum auch!"
"Na guck dich mal an,
du bist extrem hübsch und die Jungs 
flirten dich reihenweise an."
Sie reicht mir ein Glas wir grinsen uns an
und stoßen gemeinsam an.

Nach einer Weile geht sie
und ich sitze wieder allein da.
Nun häng ich meinen Gedanken nach.
Denke an Sachen, die keine Rede mehr wert sind.
An das was mal war.
Dabei bemerke ich gar nicht, wie sich jemand zu mir setzt.
Ein Junge.
Nicht schon wieder.
"Alles ok bei dir? Warum sitzt du hier so allein 
und bist nicht bei deinem Freund?"
Er ist nicht mein Freund verdammt.
Es ist kompliziert.
Will ich schreien aber ich tus nicht.
Ruhig sage ich:
"Weil ich hässlich bin ganz einfach!"
Und dabei fange ich auf einmal an zu lachen.
Der Alkohol zeigt also langsam seine Wirkung.
Er lacht ebenfalls.
"Nein bist du nicht.
Glaub mir, du bist das hübscheste Mädchen hier."
"Schleimer!"
Dabei stups ich ihn an und muss wieder lachen.
"Nein ehrlich. Als ich vorhin rein kam,
dachte ich was ist denn das für ein tolles Mädchen.
Dann hab ich gedacht dass du mit ihm zusammen bist.
Und deswegen hab ich mich nicht getraut dich an zusprechen.
Aber alle sagen du bist ja doch nicht seine Freundin,
also bin ich hier."
Es klingt nicht so plump,
wie bei den anderen.
Es klingt schön.
Schon wieder dieses Lächeln von ihm.
Als würden Sterne funkeln.
"Du bist mein Stern!"
Als ich das von mir höre, gucke ich ihn erst verwirrt an
und lache dann.
Er murmelt: Ist ja süß
und nimmt mich in den Arm.
Dann steht er auf und holt uns Drinks.
Wir reden.
Reden über Gott und die Welt.
Über dich, über ihn.
Wir reden eine gefühlte Ewigkeit,
bis ich wieder auf Tiolette muss.
Ich stehe auf, kippe dabei fast um.
Und schaffe es grad so zum Bad.
Dann komm ich wieder und er steht 
auf einmal in Jacke vor mir und sagt:
"So ich muss jetzt los, 
ich muss noch zu einer anderen Party!"
"Was? Jetzt schon?"
Verzweifelt versuche ich ihn aufzuhalten.
Und bete dass er nicht geht.
Er lächelt, ist mit einem Fuß aus der Tür heraus.
Und schnell greife ich in am Arm
und sage:
"Bitte bleib hier, bitte.
Wenn ich dir wirklich wichtig bin,
wie du sagst
und wenn dir meine Geschichte was bedeutet, bleib."
Ich sehe dass er zögert, er ist verunsichert.
"Bitte. Noch eine Stunde und 3 Shots. Deal?"
Er lacht, wuschelt mir durch die Haare
und sagt:
"Ok Deal, aber nur weil du es bist!"




Und wir setzten uns auf unseren Platz, reden,
trinken und lachen.
Die Welt wirkt gleich schöner.
Zwar seh ich ihn traurig in der Ecke sitzen,
doch was soll ich tun.
Ich mache mir Sorgen, bekomme ein schlechtes Gewissen.
Doch nun dreht er mein Gesicht zurück zu sich,
lächelt.
"Alles ok Prinzessin?"
Ist das der Alkohol oder warum verstehen wir uns so gut.
Ich weiß es nicht,
doch soll die Stunde nie vergehen.

Doch langsam löst er sich aus unserer Umarmung.
Geht, zieht seine Jacke an,
verabschiedet sich.
Tränen steigen mir in die Augen,
ich fange an zu zittern.
"Ist alles ok mit dir?"
Sorge umspielt sein Gesicht.
"Nein verdammt, es ist nicht alles in Ordnung.
Warum gehen eigentlich immer die Personen,
die mir was bedeuten?
Warum bin ich euch so egal?"
Ich breche zusammen,
knie weinend auf dem Boden.
Schon wieder. Wie so oft.
Er kniet sich nieder, umarmt mich,
streicht mir die Tränen von der Wange
und lächelt.
Wie ein Fukeln.





feels like I'm back to life





 
My body needs a hero
Come and save me
Something tells me you know how to save me
I've been feeling weird
 Oh, I need you to come and rescue me
 
 
David Guetta - Turn me on



Dienstag, 21. Februar 2012

und das Leben geht weiter...



"Willst du schon gehen?"

"Ja ich muss leider."

"Ok, schade. Ich hab dich lieb gewonnen.
Du bist so eine tolle Freundin.
Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Weg.
Du weißt ja dass du immer zu uns kommen kannst,
du bist hier herzlich willkommen."


Mit jedem weiteren Wort, wird der Kloß in meinem Hals größer.
Mehr und mehr Tränen steigen mir in die Augen.
Und es kostet mich nun viel Überwindung,
um von allen Abschied zu nehmen.




Ich wünschte es wäre einfacher.
Es würde nicht so weh tun zugehen, 
allen Tschüss zusagen
und dabei zu lächeln.

Aber das ist es nicht.
Es zerreißt mich bei dem Gedanken daran
alles hinter mir zulassen,
all diese Leute,
die ich so lieb gewonnen habe 
und mittlerweile einfach brauche.
Mein Magen dreht sich bei dem Gedanken,
dass ihr ohne mich Spaß habt und glücklich seid um.

Meine Beine fangen an zu zittern
und ich weiß nicht ob ich diesen Schritt wirklich gehen will.

Immerwieder hoffe ich darauf,
dass einer von euch mich aufhält,
dass ich einem irgendwas bedeute 
und mich nicht gehen lassen wird.
Doch das ist nicht der Fall.

Selbst du tust nichts.
Schaust zu Boden, lächelst nur.
Freust dich wahrscheinlich sogar.

Ich kann es nicht ertragen.
Was ist nur passiert?
Wie kann sowas gehen?

Tränen laufen nun über mein Gesicht.
Heiß. Salzig.
Sie brennen sich in meine Haut.

Und ich erkenne,
dass ich nicht gebraucht werde,
dass es besser ist zugehen.



 
 

Samstag, 18. Februar 2012

ein Stück Abschied



Und ich hoffe,
wenn der Zeitpunkt gekommen ist zugehen,
dass du noch einmal zu mir kommst.
Mich noch einmal umarmst, anlächelst
und sagst, dass ich es wert war.
Dass du es genoßen hast,
unsere gemeinsame Zeit.
Dass du mit mir glücklich warst.
Wenigstens ein bisschen.

Ich hoffe darauf,
dass du nicht einfach wortlos gehst,
nicht ohne mich noch ein einiziges Mal
angesehen zuhaben.
Dass du von allein auf mich zu kommst
und fragst ob ich mir der Entscheidung wirklich bewusst bin.
Mich eventuell sogar abhälst.

Ich hoffe,
dass es mir möglich ist dir das letzte zugeben,
was ich noch für dich habe,
was mir noch auf dem Herzen liegt.
Nicht aus Liebe sondern aus Menschlichkeit.


Abschied nehmen ist immer der schwerste Schritt,
aber wahrscheinlich auch der befreienste !



Bücher öffnen neue Welten




"Ich fürchte ebenfalls, 
dass am Ende gar nichts zu Ende sein wird. 
Die Dinge gehen einfach weiter, 
solange die Erinnerung das Sagen hat 
und immer eine weiche Stelle in deinen Gedanken findet, 
um an die Oberfläche zu schlüpfen."
 
 
Markus Zusak - der Joker



Donnerstag, 16. Februar 2012

das größte Geschenk ist die Vergebung






Als ich das gelesen habe,
wusste ich,
dass ich gar nicht anders kann,
als dir zu verzeihen
und einfach mal mit einem Lächeln
auf unsere Zeit zurück zublicken.

 Und langsam fing in mir drin sich ein Gefühl von
Gelassenheit und Ruhe auszubreiten.
Das Wissen, dass alles wieder wird,
wahrscheinlich sogar besser als zuvor.

Ein Hauch neuer Hoffnung lebt nun in mir.



Ich liebe dieses Buch einfach.
Es ist großartig!