Dienstag, 28. Februar 2012

so wie der Abend geplant war und trotzdem nicht verlaufen sollte





Wir laufen durch den strömenden Regen.
Meine nassen Haare klatschen mir immer wieder ins Gesicht.
Meine Schminke zerläuft.

"Ah, guck doch mal wie ich aussehe!
So kann ich doch nicht zu der Party!"
"Doch du bist wunderschön!"

Sanft streichst du mir eine Strähne aus dem Gesicht
und lächelst mich an.
Ich habe das Gefühl, dass ich erröte.

Schnell schlüpfen wir ins Warme,
stellst mich deinen Freunden vor,
drückst mir ein Glas in die Hand
und wir setzen uns auf die Couch.

Nach und nach gesellen sich andere Leute zu uns.
Zusammen lachen und reden wir.
Genießen einfach den Abend.

Ab und zu nippe ich an meinem Glas.
Vorsichtig, ganz vorsichtig.
Ich weiß dass zu viel nicht gut sein kann.
Den ganzen Abend versauen könnte.

"Hey, da hat er sich aber ein echt 
schickes Mädchen geangelt!"
Ein Junge sitzt plötzlich neben mir,
grinst mich an.
"Ich weiß leider nicht wovon du redest.
Tut mir leid!"
"Ach komm schon, man sieht doch 
dass da zwischen dir und ihm was geht."
Und schon wieder lächelt er.
"Nein, da läuft nichts zwischen uns!"
"Echt nicht? Oh ich dachte.
Ihr seht so süß zusammen aus."

In dem Moment als er das sagt,
bekomme ich ein komisches Gefühl.
Mir wird schlecht.
Und ich greife zum Glas.
Nehme ein großen Schluck.

Ich blicke mich im Raum um.
 Sehe die anderen lachen und essen.
Mir ist nicht nach essen zu Mute, nicht nach lachen.
Ich sehe zu Seite.
Ein anderer Junge lächelt mich an,
rückt ein Stück zu mir
und fragt:
"Hey wie gehts dir? Wo steckt denn dein Freund?"
Ich verdrehe die Augen.
"Er ist nicht mein Freund.
Wir verstehen uns nur einfach gut!"
Und dabei nehme ich erneut einen 
großen Schluck vom bitteren Alkohol .
"Ach dann bist du Single?"
"Ja scheint wohl so.
Ist ja auch nicht soderlich verwunderlich oder?"
Er lächelt, rückt noch ein Stück näher.
"Doch mich wundert es schon.
Du bist ein echt süßes und sehr hübsches Mädchen.
Ich würd dich zum Beispiel gern als Freundin
haben wollen."

Also das wird mir zu viel.
Ich trinke den Rest aus dem Glas in einem Zug aus,
gehe zur Bar, bestelle mir den nächsten Drink
und schaffe auch dieses Glas mit einem Zug.
Zurück auf der Couch setzte ich mich hin,
mir wird langsam schwindelig.
Eine Freundin kommt zu mir.
"Na amüsierst du dich gut?"
"Ja geht."
"Komm ich munter dich auf!"
Sie zieht mich zur Bar,
gemeinsam kippen wir einige Shots.



Nach dem 5 oder 6 hören wir auf.
Ich muss auf Toilette
und schwankend gehe ich ins Badezimmer.
Stoße die Tür auf, halte mich kurz am Waschbecken fest.
Dann gehe ich auf Klo.

Als ich zurück ins Zimmer gehe,
mich wieder auf die Couch setzte,
kommt ein Mädchen zu mir.
"Du scheinst echt ein krasser Männerschwarm zu sein oder?!"
"Nein, bin ich nicht!
Warum auch!"
"Na guck dich mal an,
du bist extrem hübsch und die Jungs 
flirten dich reihenweise an."
Sie reicht mir ein Glas wir grinsen uns an
und stoßen gemeinsam an.

Nach einer Weile geht sie
und ich sitze wieder allein da.
Nun häng ich meinen Gedanken nach.
Denke an Sachen, die keine Rede mehr wert sind.
An das was mal war.
Dabei bemerke ich gar nicht, wie sich jemand zu mir setzt.
Ein Junge.
Nicht schon wieder.
"Alles ok bei dir? Warum sitzt du hier so allein 
und bist nicht bei deinem Freund?"
Er ist nicht mein Freund verdammt.
Es ist kompliziert.
Will ich schreien aber ich tus nicht.
Ruhig sage ich:
"Weil ich hässlich bin ganz einfach!"
Und dabei fange ich auf einmal an zu lachen.
Der Alkohol zeigt also langsam seine Wirkung.
Er lacht ebenfalls.
"Nein bist du nicht.
Glaub mir, du bist das hübscheste Mädchen hier."
"Schleimer!"
Dabei stups ich ihn an und muss wieder lachen.
"Nein ehrlich. Als ich vorhin rein kam,
dachte ich was ist denn das für ein tolles Mädchen.
Dann hab ich gedacht dass du mit ihm zusammen bist.
Und deswegen hab ich mich nicht getraut dich an zusprechen.
Aber alle sagen du bist ja doch nicht seine Freundin,
also bin ich hier."
Es klingt nicht so plump,
wie bei den anderen.
Es klingt schön.
Schon wieder dieses Lächeln von ihm.
Als würden Sterne funkeln.
"Du bist mein Stern!"
Als ich das von mir höre, gucke ich ihn erst verwirrt an
und lache dann.
Er murmelt: Ist ja süß
und nimmt mich in den Arm.
Dann steht er auf und holt uns Drinks.
Wir reden.
Reden über Gott und die Welt.
Über dich, über ihn.
Wir reden eine gefühlte Ewigkeit,
bis ich wieder auf Tiolette muss.
Ich stehe auf, kippe dabei fast um.
Und schaffe es grad so zum Bad.
Dann komm ich wieder und er steht 
auf einmal in Jacke vor mir und sagt:
"So ich muss jetzt los, 
ich muss noch zu einer anderen Party!"
"Was? Jetzt schon?"
Verzweifelt versuche ich ihn aufzuhalten.
Und bete dass er nicht geht.
Er lächelt, ist mit einem Fuß aus der Tür heraus.
Und schnell greife ich in am Arm
und sage:
"Bitte bleib hier, bitte.
Wenn ich dir wirklich wichtig bin,
wie du sagst
und wenn dir meine Geschichte was bedeutet, bleib."
Ich sehe dass er zögert, er ist verunsichert.
"Bitte. Noch eine Stunde und 3 Shots. Deal?"
Er lacht, wuschelt mir durch die Haare
und sagt:
"Ok Deal, aber nur weil du es bist!"




Und wir setzten uns auf unseren Platz, reden,
trinken und lachen.
Die Welt wirkt gleich schöner.
Zwar seh ich ihn traurig in der Ecke sitzen,
doch was soll ich tun.
Ich mache mir Sorgen, bekomme ein schlechtes Gewissen.
Doch nun dreht er mein Gesicht zurück zu sich,
lächelt.
"Alles ok Prinzessin?"
Ist das der Alkohol oder warum verstehen wir uns so gut.
Ich weiß es nicht,
doch soll die Stunde nie vergehen.

Doch langsam löst er sich aus unserer Umarmung.
Geht, zieht seine Jacke an,
verabschiedet sich.
Tränen steigen mir in die Augen,
ich fange an zu zittern.
"Ist alles ok mit dir?"
Sorge umspielt sein Gesicht.
"Nein verdammt, es ist nicht alles in Ordnung.
Warum gehen eigentlich immer die Personen,
die mir was bedeuten?
Warum bin ich euch so egal?"
Ich breche zusammen,
knie weinend auf dem Boden.
Schon wieder. Wie so oft.
Er kniet sich nieder, umarmt mich,
streicht mir die Tränen von der Wange
und lächelt.
Wie ein Fukeln.





feels like I'm back to life





 
My body needs a hero
Come and save me
Something tells me you know how to save me
I've been feeling weird
 Oh, I need you to come and rescue me
 
 
David Guetta - Turn me on



Dienstag, 21. Februar 2012

und das Leben geht weiter...



"Willst du schon gehen?"

"Ja ich muss leider."

"Ok, schade. Ich hab dich lieb gewonnen.
Du bist so eine tolle Freundin.
Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Weg.
Du weißt ja dass du immer zu uns kommen kannst,
du bist hier herzlich willkommen."


Mit jedem weiteren Wort, wird der Kloß in meinem Hals größer.
Mehr und mehr Tränen steigen mir in die Augen.
Und es kostet mich nun viel Überwindung,
um von allen Abschied zu nehmen.




Ich wünschte es wäre einfacher.
Es würde nicht so weh tun zugehen, 
allen Tschüss zusagen
und dabei zu lächeln.

Aber das ist es nicht.
Es zerreißt mich bei dem Gedanken daran
alles hinter mir zulassen,
all diese Leute,
die ich so lieb gewonnen habe 
und mittlerweile einfach brauche.
Mein Magen dreht sich bei dem Gedanken,
dass ihr ohne mich Spaß habt und glücklich seid um.

Meine Beine fangen an zu zittern
und ich weiß nicht ob ich diesen Schritt wirklich gehen will.

Immerwieder hoffe ich darauf,
dass einer von euch mich aufhält,
dass ich einem irgendwas bedeute 
und mich nicht gehen lassen wird.
Doch das ist nicht der Fall.

Selbst du tust nichts.
Schaust zu Boden, lächelst nur.
Freust dich wahrscheinlich sogar.

Ich kann es nicht ertragen.
Was ist nur passiert?
Wie kann sowas gehen?

Tränen laufen nun über mein Gesicht.
Heiß. Salzig.
Sie brennen sich in meine Haut.

Und ich erkenne,
dass ich nicht gebraucht werde,
dass es besser ist zugehen.



 
 

Samstag, 18. Februar 2012

ein Stück Abschied



Und ich hoffe,
wenn der Zeitpunkt gekommen ist zugehen,
dass du noch einmal zu mir kommst.
Mich noch einmal umarmst, anlächelst
und sagst, dass ich es wert war.
Dass du es genoßen hast,
unsere gemeinsame Zeit.
Dass du mit mir glücklich warst.
Wenigstens ein bisschen.

Ich hoffe darauf,
dass du nicht einfach wortlos gehst,
nicht ohne mich noch ein einiziges Mal
angesehen zuhaben.
Dass du von allein auf mich zu kommst
und fragst ob ich mir der Entscheidung wirklich bewusst bin.
Mich eventuell sogar abhälst.

Ich hoffe,
dass es mir möglich ist dir das letzte zugeben,
was ich noch für dich habe,
was mir noch auf dem Herzen liegt.
Nicht aus Liebe sondern aus Menschlichkeit.


Abschied nehmen ist immer der schwerste Schritt,
aber wahrscheinlich auch der befreienste !



Bücher öffnen neue Welten




"Ich fürchte ebenfalls, 
dass am Ende gar nichts zu Ende sein wird. 
Die Dinge gehen einfach weiter, 
solange die Erinnerung das Sagen hat 
und immer eine weiche Stelle in deinen Gedanken findet, 
um an die Oberfläche zu schlüpfen."
 
 
Markus Zusak - der Joker



Donnerstag, 16. Februar 2012

das größte Geschenk ist die Vergebung






Als ich das gelesen habe,
wusste ich,
dass ich gar nicht anders kann,
als dir zu verzeihen
und einfach mal mit einem Lächeln
auf unsere Zeit zurück zublicken.

 Und langsam fing in mir drin sich ein Gefühl von
Gelassenheit und Ruhe auszubreiten.
Das Wissen, dass alles wieder wird,
wahrscheinlich sogar besser als zuvor.

Ein Hauch neuer Hoffnung lebt nun in mir.



Ich liebe dieses Buch einfach.
Es ist großartig!



Montag, 13. Februar 2012

schuldig







Und beim ersten Wort, dass über ihre Lippen kommt,
das sie aussprechen,
fange ich an mich schuldig zu fühlen.
Ich fühle mich so schuldig  und beschämt,
dass ich nicht anders kann und weinen muss.
Die Tränen hören gar nicht mehr auf.

Ich blicke zu dir.
Die Ruhe in Person,
nichts kann man in deinem Gesicht lesen,
außer pure Gelassenheit.
Ich sehe, nur ich bin es die sich hier schuldig fühlt.
Nur ich, obwohl du es auch solltest.
Du solltest genauso mit mir weinen.
Aber das tust du nicht.

Hurerei. Sünde. Schlampe.
Wie ein Echo hallen diese Wörter immer wieder
in meinem Kopf.
Ich spüre die heißen Tränen
nun noch schneller meine Wangen herab zulaufen,
ich schluchze und zittere.
Kann mich kaum beherrschen.
Will weg, ausbrechen, raus.


Nimm diese Schuld von mir, bitte.

Ich kann sie nicht länger tragen.
Sie zerreißt und zerfrißt mich innerlich.





Mittwoch, 8. Februar 2012

but you did







But you did regret it.
It's you who regret our night, your love,
everything we built up.

So thats the reason I can't let you go.
I'm not able to let go everything I had.

Of course I want,
I want it more than anything else.
Especially after such a long time.

Just let it go and be free.
This is my desire.