Dienstag, 30. November 2010

die Geschichte vom Menschen, der immer fragte

"Wer bin ich?"
Fragte der Mensch einst sich selbst, wusste jedoch keine Antwort
und ging mit dieser Frage zu seinen Eltern.
Die Eltern lächelten und sagten:
"Du bist unser Kind!"

"Wer bin ich?"
Unzufrieden mit der Antwort der Eltern fragte der Mensch weiter
und ging deshalb zu seinen Geschwistern.
Auch diese lächelten nur und antworteten:
"Du bist unsere Schwester!"

"Wer bin ich?"
Unglücklich mit der Antwort der Geschwister fragte der Mensch erneut
und ging zu seinen Freunden.
Diese lächelten ebenfalls und sagten:
"Du bist unsere Freundin!"

"Wer bin ich?"
Verärgert über die Antwort der Freunde fragte sich der Mensch erneut
aber ging diesmal zu fremden, meinungsunabhänigen Personen.
Sie sagten nur:
"Du bist ein Fremder!"

"Wer bin ich?"
Wütend auf die gegebenen Antworten der Mitmenschen
und voller Enttäuschung schwirrte die Frage weiter in dem Kopf des Menschen.



"Wie könnt ihr so unterschiedliche Meinungen über mich haben,
wenn ich doch angeblich nur einmal da bin?
Wie kann ich ich sein,
wenn ihr alle mich als was anderes bezeichnet?
Wie könnt ihr eure eigenen Antworten so einfach hinnehmen?
Wieso seit ihr mit dem Offensichtlichem zufrieden?"



"Wer bin ich denn jetzt nun?
Die Person, die ihr glaubt,
dass ich sie sei?
Der Mensch, den nur ich kenne,
da er tief in mir verborgen ist?
Bin ich denn überhaupt ich
oder doch jemand anderes?
Wenn ja,
wo steckt dann mein richtiges ICH?
Was macht mich denn dann aus,
wenn ich ich bin?
Gibt es überhaupt ein ICH
oder sind die Fragen unnötig?"


Ohne auch nur eine Antwort zu bekommen
fragt der Mensch weiter
in der Hoffnung irgendwann Antworten zu finden
auf die Fragen die ihm wichtig sind und ihn beschäftigen!


1 Kommentar:

  1. Perfektes und süßes Beispiel eines Jugendlichen auf dem Weg der Selbstfindung, wenn ich mir diesen Interpretationsschritt erlauben darf? :D

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