Samstag, 12. Februar 2011

Erinnerungen an den Winter






2 Personen laufen durch den verschneiten Wald. 
Schweigend gehen sie neben einander her.
Blicken sich nicht an, blicken sich nicht um. 
Sie sind allein. Das wissen sie.
Schneeflocken wirbeln um sie herum, 
verfangen sich in ihren Haaren, 
schmelzen auf den Wangen.
Sie kommen am halb zugefrorenen Fluss vorbei.
Das leise Plätschern des Wassers bricht die Stille, bricht das Eis.
Er berührt mit kalten Händen ihr Gesicht. Spürt wie sie zittert.
Mit kurzem Zögern umschließt er sie mit seinen Armen. 
Den Kopf an seine Schulter gelehnt, erwiedert sie die Geste.
Er nimmt ihr Gesicht, Haut trifft auf Haut, Lippen auf Lippen.
Einen Moment lang durchzuckt sie eine wohlige Wärme.
Gedankenverloren sieht sie ihm in die Augen.
Hoffnungsvoll hält er ihre Hand.

Keiner von beiden wusste wie lange sie so verweilten.

Der Augenblick schien zeitlos.



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