Dienstag, 25. Oktober 2011

die Sache mit dem leben lassen


Ich hoffe dass dein Körper brennt,
dass du schreist,
flehst, bettelst.
Dass die Schmerzen vom Rücken
bis zum Kopf reichen,
dein Gehirn explodieren lassen,
genauso wie bei mir.
Ich will dass du am Ende bist,
du nicht weiter weißt,
hilflos und allein bist.
Ich wünschte du würdest vor dem Abgrund stehen,
kurz vorm Sprung,
nur ein Schritt davon entfernt
und keiner ist da,
der dich davon abhält.
Alle sind gegangen,
haben dich allein gelassen.
Ja das wünsche ich dir,
dass du genauso am Ende bist wie ich,
dass du leidest.
Ausnahmslos.
Gnadenlos.
Ich hoffe, dass mit jedem weiteren Wort
mehr und mehr Verzweiflung deinen Körper durchzieht,
immer weiter Gift durch deine Adern fließt,
du Blut spuckst.
Den Atem verlierst!
So wie ich!



Aber andererseits möchte ich,
dass dir das alles nie wiederfährt,
du nie so leiden musst,
dass vor dem Abgrund Leute stehen,
die dich auffangen würden.
Ich wünsche mir,
dass du nicht jede Nacht wach liegst,
Tränen dein Kissen tränken
und du nicht einschlafen kannst.
Ich will dass du glücklich bist,
lächelst, lachst, strahlst,
so wie ich dich kennengelenrt habe.
Dass du nie so hoffnungslos bist,
nie so entmutigt.
Ich hoffe, 
dass du mit erhoben Kopf weiter gehen kannst,
voller Würde und Anmut,
so wie ich es gern tun würde.
Dass du stark bist,
kämpfst und niemals aufgibst.
Ich bitte dich.
Sei glücklich.
Das ist alles was ich will.
Selbst wenn ich der Grund deines Glücks 
nicht sein kann.





Und wenn du dann glücklich bist,
wird es Zeit für mich zu gehen.




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