Mein Puls rast, Tränen steigen mir in die Augen, ich fange an zu zittern.
Habe Angst die Tür zu öffnen, dich wiederzusehen, deine Stimme zu hören.
Ich kehre um, laufe den Flur entlang, auf und ab.
Bleibe erneut vor der Tür stehen. Atme tief durch. Drücke die Klinke runter, betrete den Raum.
Lächeln kurz und suche mir ein Sessel in der Ecke, setz mich und warte.
Unerwartet rollen Tränen meine Wange hinab, tropfen auf das Kissen.
Ich vermeide dein Blick, starre zur Tür. Ich will gehen, weg rennen, weg von dir.
Suche Halt, suche seinen Blick. Sein Lächeln gibt mir Mut, Kraft.
Ein stummes Hallo von uns beiden genügt, ich werd ruhiger, gelassener.
Es geht nach oben in den Saal, die Musik ertönt.
Alles gelangt wieder in meine Gedanken: der Schmerz, die Verzweiflung und Trauer, der Hass!
Ich schaffe es nicht, gehe aus dem Saal ins Bad, weine.
Blicke in den Spiegel und sehe die zerlaufene Schminke. Atme tief ein und aus.
Und gehe wieder zu euch, bekämpfe meine Angst, meine Tränen.
Fange an zu singen und fühle mich frei.
Die Musik verliert sich im Raum, verklingt allmählich. Und ich stehe hilflos da.
Suche erneut seinen Blick, würde ihn am liebsten umarmen, festhalten.
Doch ich setze mich nur hin, warte.
Du kommst zu mir, sagst Hallo und alles reißt auf, alte, neue Wunden.
Er hat es gespürt, kommt zu mir, unterstützt mich, redet mit mir.
Und ich fühle mich so wohl, geborgen und verstanden.
Doch ich brauch noch mehr Halt und Unterstützung.
Und so ziehen wir raus in die Nacht allein, zu zweit.
Entscheiden uns für eine Bar, setzten uns ans Ende vom Lokal,
so können wir ungestört reden.
Wir bestellen Essen und einige Cocktails, fangen an zu reden.
Und mit einem Mal vergese ich alles, den Schmerz, die Verzweiflung,
die bösen Gedanken und die ganze Welt.
Wir reden und lachen, haben einfach nur Spaß.
Und manchmal schaust du mich an, schmunzelst
und dabei leuchten deine Augen.
Schon lange habe ich mich nicht mehr so wohlgefühlt.
Menschen kommen ins Lokal, gehen, kommen und gehen,
doch wir bleiben, bis tief in die Nacht, bis alles gesagt ist.
Ziehen uns an, brechen auf, nach Hause soll es gehen.
Doch nach Hause komm ich nicht, denn nichts fährt mehr zu mir,
keine S-Bahn, kein Zug.
Und so fahren wir zu dir, schlafen fast im Wagon ein.
Bei dir angekommen bezieh ich das Bett, leg mich schlafen
und mir wird klar, dass du es bist,
der mir gut tut, der mich versteht, mit dem ich unbeschwert reden kann.
Und du mich schon des öfteren vom Abgrund weggeholt hast!
Dann wenn keiner mehr da war,
wenn alles ausweglos schien, kamst du!

ja was soll man machen.. hoffe dir gehts etwas besser ;*
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